Sportveranstaltungen
 
   
  Gelungene Premiere des 1. Flensburger Duathlons mit 300 Athleten

Viel Spaß vor neuer Kulisse
Dominanz bei den Männern, Spannung bei den Frauen
Krüger und Lakies gewinnen Premiere

Der TriAs-Duathlon fühlt sich in seiner neuen Heimat offenbar richtig wohl. Mit einer gelungenen Premiere feierte die 14. Auflage des Klassikers den Umzug nach Flensburg. Knapp 300 Athleten und zahlreiche Zuschauer an den Straßen in Mürwik erlebten, dass die Fördestadt durchaus auch für den Ausdauersport eine sportbegeisterte Kulisse zu bieten hat. „Die Stimmung und die Strecke, das passte einfach“, befanden selbst jene, denen der Abschied vom einstigen Tarper Duathlon zunächst schwer gefallen war. Nicht nur die städtische Kulisse, sondern auch der Streckenzuschnitt bescherte den Athleten neue Stimmungselemente. Die anspruchsvolle Laufstrecke im Volkspark und rund um das Mürwiker Stadion ließ die Athleten zuschauerfreundlich gleich mehrfach die gute besetzte Haupttribüne passieren. Auf dem Fahrrad warteten dann Anflüge von Gänsehaut-Atmosphäre, als die Duathleten sich im Zuschauerspalier den Anstieg an der Ziegeleistraße hinauf bemühten. Die gelegentlichen Flüche, die im Hauptwettkampf (5 – 27 – 5) angesichts der sechs kräftezehrenden Runden vereinzelt gen Himmel gestoßen wurden, waren letztlich nur individueller Ausdruck der besonderen Sportpassion, wie man sie eben besonders im Ausdauersport immer wieder beobachten kann. Nirgendwo sonst ist die Grenze zwischen „Qual“ und Genuss so fließend. Während im Hauptwettkampf und in den Schülerwettbewerben engagiert um die Plätze gekämpft wurde, bot die „Tour de Flens“ (2,5 - 13,5 - 2,5) aber auch die Alternative, den Ausdauer-Mehrkampf auf moderate Weise zu erleben. Die Ziegeleistraße blieb den „Jedermännern“ jedoch nicht erspart. „Mit meiner Drei-Gang-Schaltung war das echt hart“, stöhnte nicht nur der älteste Teilnehmer des Tages, Karl-Heinz Burmann. Der 75-jährige vom Tennis-Club Mürwik zählte zu jenen, die einfach mal die Laufschuhe schnürten und ihr Tourenrad mitbrachten, um auf der „Tour de Flens“ zu erkunden, was es denn mit dem Duathlon überhaupt so auf sich hat.

Michael Krüger indes schien genau zu wissen, was Sache ist. Der 39-jährige vom USC Kiel verblüffte die Konkurrenz mit einer ausgezeichneten Form. Bereits beim ersten 5-km-Lauf konnte sich der Mann in Badehose etwas absetzen und baute diesen Vorsprung auf der Radstrecke kontinuierlich aus. Nach 1:19:58 Stunden lief er als souveräner Sieger ein und überließ den Dänen Jens Gydesen (Aabenraa; 1:23:20 Std.) und Jens Køfød (Odense; 1:23:44) den Kampf und Platz zwei. Lokalmatador Bodo Reiner von den TriAs erreichten den Zielstrich nach 1:25:11 Stunden als Fünfter. Spannender als bei den Männern gestaltete sich die Entscheidung der Frauen. Die Ex-Mittelstrecklerin Anke Lakies vom VfL Oldesloe setzte sich beim ersten Lauf erwartungsgemäß an die Spitze. Doch Bente Johnsen konnte den Rückstand mit 23 Sekunden gering halten und nach der Hälfte der Radstrecke sogar die Führung übernehmen. Doch die 24-jährige Triathletin vom Borener SV weckte damit offenbar den Kampfgeist ihrer zwölf Jahre älteren Konkurrentin. Lakies wehrte sich, blieb an Johnsen dran und holte sich die „Pole-Position“ noch vor dem zweiten Wechsel zurück. Auf der abschließenden Laufrunde blieb dann die Sensation aus. Lakies gewann in 1:31:11 Stunden, Johnsen hielt den zweiten Platz in 1:34:17 Stunden.

Hochkarätigen Sport und viel Enthusiasmus erlebten die Zuschauer auch bei den Schülerwettkämpfen. Flensburgs Schüler kämpften um die Schulmeisterschaften und die Asse der SHTU wetteiferten um Landesmeistertitel. Mit Micha Heidenreich bei den A-Jugendlichen (2,5 – 13,5 – 2,5 in 43:28 Minuten) und Lars Levsen bei den Schülern M 14 (1 – 10 – 1 in 29:45 Minuten) holten zwei Nachwuchsasse vom MTV Gelting 08 Meistertitel in die Region. Die Flensburger Schüler behaupteten sich in der aus dem ganzen Land angereisten Konkurrenz mit beachtlichen Leistungen.

Die zufriedenen Gesichter bei den Veranstaltern wurden lediglich von einem schweren Radunfall getrübt. Beim einzigen schweren Radsturz des Tages zog sich Rainer Tiemsen am Lautrupsbach schwere Schulterverletzungen zu. Beim 2. Flensburger Duathlon wird dann hoffentlich aber auch der Husumer wieder mit dabei sein können. Es sieht nämlich so aus, als könnte sich der Duathlon in Flensburg für längere Zeit einrichten. Sven Jacobsen freute sich über den Erfolg der Veranstaltung: „Es ist echt klasse, wie wir hier in Flensburg aufgenommen wurden. Die Anwohner an der Strecke waren toll und von der Stadt wurden wir auch optimal unterstützt“.

Ergebnisse unter www.duathlon-sport.de bzw. www.stgk.de


Niels-Peter Binder

 

 
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