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17.
Glücksburger Fördelauf
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650 Läufer im Ziel: Neue Rekordbeteiligung auf den neuen Strecken – Schüler-„Boom“ Starke Flensburger: Bodo Reiner und Susanne Kluge-Credo gewinnen den Halbmarathon Eine Stimmung wie beim „Ostseeman“-Triathlon im letzten Jahr hatten sich die Veranstalter vom TSV Glücksburg 09 auch für den 17. Fördelauf gewünscht. Der Wunsch wurde Wirklichkeit. Doch es war leider nicht nur die neue Strecke an der Förde, die an die Premiere des großen Ausdauer-Dreikampfs erinnerte. Der Regen als treuer Begleiter der Läuferschar hatte sich am Sonntag-Vormittag ebenfalls wieder rund um das Wasserschloss breit gemacht. Aber auch unter den für die „Ostseeman“-Starter vertrauten und für die Fördelauf-Stammgäste ungewohnten feuchten Witterungsbedingungen stand dem Laufklassiker sein neues „Gewand“ bestens. Mit 646 erfolgreichen Sportlern im Ziel und weiteren 40 „Kids“ im Mini-Lauf konnten die Veranstalter eine neue Rekordbeteiligung bejubeln. Der Ansturm von Nachmeldern ließ die Starterliste gar auf 726 gemeldete Athleten ansteigen und zwang die Veranstalter zu einer kurzfristigen Verschiebung des Startschusses um einige Minuten, damit alle Daten noch rechtzeitig in die EDV eingegeben werden konnten. Doch Sorgen dieser Art nimmt man als Veranstalter gern in Kauf. „Die Resonanz hat unsere positiven Erwartungen noch übertroffen“, freute sich Reinhard Husen über die Renaissance des Fördelaufs, der sich mit neuem Konzept anschickt, die Rolle als Angelns Laufevent Nr. 1 zurückzugewinnen. Auch nach 17 Jahren Organisationsarbeit hat Husen nichts an Elan eingebüßt. Als Organisator, Moderator und Streckeneinweiser versprühte er diesmal gleich in mehreren Rollen seine Begeisterung für den Ausdauersport der Marke Glücksburg. Trotz Dauerregens genossen die zahlreichen Gäste die neuen Perspektiven der Strecke. Der Blick über die Förde nach Dänemark war zwar von Wolken getrübt, aber der Kurs an der Kurpromenade wurde trotzdem von allen Seiten gelobt. „Das ist jetzt ein richtig kurzweiliger Lauf“, waren sich die meisten Athleten einig. Wasserschloss, Yachthafen, Kurstrand, Schlosspark – alles, was die Stadt zu bieten hat, fanden die Sportler unterwegs. Wer nach den ersten flachen Kilometern jedoch dachte, dass die neu vermessenen Strecken auch Garant für neue Bestzeiten seien, musste auf dem Schlussabschnitt erfahren, dass eben doch auch Hügel zu den charakteristischen Merkmalen der Stadt gehören. Doch zumindest einen störte dies überhaupt nicht. Bodo Reiner von den TriAs Flensburg unterstrich, dass er sich derzeit in einer absoluten Glanzform befindet. Trotz der namhafter Konkurrenz von Miguel Molero-Eichwein setzte sich der Triathlet beim Halbmarathon gleich an die Spitze und gab diese Position nicht mehr ab. „Dass ich das Tempo durchhalte, hätte ich gar nicht gedacht“, war der Sieger selbst überrascht über seine starke Zeit von 1:13:55 Stunden. Dem eigentlichen Favoriten Miguel Molero-Eichwein fehlte nach einigen Monaten Wettkampfabstinenz und Trainingsrückstand noch die Energie, um Reiner abzufangen. In 1:15:00 wurde der 35-jährige von Spiridon Schleswig Zweiter. Den Doppelerfolg für die TriAs machte Susanne Kluge-Credo perfekt. In 1:36:30 Stunden ließ sie alle Konkurrentinnen über 21,0975 km hinter sich. Zweite wurde Dörte Harder vom TSV Lindewitt (1:39:55) vor Ute Jungjohann (1. Flensburger LT; 1:40:29) Über 10 km gewann Thomas Wenck vom TuS Aumühle-Wohltorf in 33:58 Minuten. Zwei Kilometer vor dem Ziel zog er an Hauke Hinrichs (34:07) von der LAV Husum vorbei und verwies diesen auf seinen „Stammplatz“. Der 20-jährige Marco Chlosta, der sportlich die Farben des Hauptsponsor Nord-Ostsee-Sparkasse vertrat, musste nach wenigen Kilometern die Routiniers ziehen lassen und begnügte sich in 35:40 Minuten mit dem fünften Platz. Als schnellste Frau über 10 km überquerte die Dänin Gitta Gnudtzmann (Randers Freja) den Zielstrich an der Rudehalle nach 43:47 Minuten. Sie setzte sich damit gegen Petra Andresen vom MTV Leck (44:22 Minuten) durch. Marathon-Landesmeisterin Anita Carstensen von der LG Niebüll-Süderlügum zog diesmal einen Start auf der 5-km-Strecke vor und deklassierte die Konkurrenz in 18:17 Minuten. Erster Start, erster Sieg: Das galt für den 15-jährigen Sönke Peters, der in Glücksburg zum ersten Mal das grüne Trikot von Spiridon Schleswig trug und völlig überraschend nach 17:25 Minuten als Gesamtsieger des 5-km-Laufs ins Ziel kam. Das Talent von der Schlei war damit der schnellste unter jenen, die den Altersschnitt unter den Teilnehmern deutlich nach unten senkten. Die neu initiierte Schulmeisterschaft löste in den Schulen der Umgebung einen neuen Motivationsschub in Sachen Laufen aus. 151 Schüler in elf Zehner-Teams kämpften um die Mannschaftsprämie. Am Ende hatten die Dänen von der Sønderjyllands Internationale Skole mit einer Gesamtzeit von 4:31:39 Stunden die Nase vorn. Das größte Staunen löste jedoch die Grund- und Hauptschule Munkbrarup aus. Während die anderen Schulen jeweils eine Mannschaft für die gesamte Schule an den Start brachten, konnten sich die Schülerinnen und Schüler aus der Nachbargemeinde den Luxus leisten, klassenweise anzutreten. Acht Mannschaften konnten die Sportlehrer auf die Beine stellen. Niels-Peter Binder |