Sehenswertes in Arnis

    Die Schifferkirche zu Arnis
 
 


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inst als Fachwerk-Kirche von aus Kappeln geflohenen Familien 1669 errichtet, ist nur die Nordwand in ihrem Ursprung erhalten geblieben.
Durch den früher regen Fähr- und Schiffsverkehr um Arnis heißt sie seit jeher "Schifferkirche".
Hell und freundlich ist der Saalraum unter der braunen Holzbalkendecke und der Westempore, die "Knechteboden" genannt wird, weil früher hier die Schifferknechte saßen. Das Gestühl stammt noch aus der Entstehungszeit. Auf die Westempore von 1765 gelangt man über den Aufgang im Turm.

Bis ins 17. Jh. war die Insel unbewohnt und mit dichtem Laubwald bewachsen. In grauer Vorzeit soll auf dem heutigen Friedhof eine kleine Festung gestanden haben, die - zusammen mit der gegenüberliegenden "Schwonsburg" - die Schlei kontrolliert hat. Erst 1667 beginnt die eigentliche Geschichte des Flecken Arnis.

Von 1708 bis 1842 stand hier ein großer gotischer Schnitzaltar, der ursprünglich für die Borener Marienkirche geschaffen worden war und heute als "Borener Altar" im Landesmuseum Schleswig zu sehen ist.
Das Altarbild " Christus stillt den Sturm " stammt von dem Künstler Andreas Lang aus Oberammergau. Es hat seine Entsprechung in den vier Votivschiffen, die in dieser Kirche an der Decke schweben. Sie sind Geschenke von Schiffern als Zeichen des Dankes für ihre Errettung aus Seenot. Über dem Altar ist die Orgelempore von 1842, gestützt von Säulen.

 

 
 
  Vermutlich schon von Beginn an hatte die Kirche einen niedrigen hölzernen Glockenturm am Westende. Der jetzige schlanke Holzturm stammt von 1825.  
 


Besonders ins Auge fällt die farbige, geschnitzte Kanzel, ein Werk einfacher Volkskunst im Renaissance-Stil. Rechts unten kann man eine Jahreszahl erkennen: 1573. Die Kanzel ist damit älter als die Kirche. Man erzählt sich, dass sie aus einer Kirche der alten Insel (Nord-)Strand stammt, die 1634 bei der "groten Mandränke" zerstört wurde. Arnisser Fischer sollen die Kanzel dann aufgefischt und mitgebracht haben.

Eine Besonderheit sind die vier Votiv-Schiffe - z. T. aus dem 19. Jh. Das prächtige Votivschiff "Privilegia" - gestiftet 1770 - wurde leider 1971 gestohlen. Das älteste Votivschiff, die "Ansul Arnis", vom Anfang des 18. Jh. ist im Landesmuseum zu sehen, ein weiteres, die "Tetis", hängt im Altonaer Museum.

 

 
 
   
 


Informationen
Ev.-luth. Kirchengemeinde Arnis
24407 Rabenkirchen, Steemstraat 2
Tel.:
04642 - 1625
und Homepage der Kirche Arnis

 

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