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Mit ihren eigenen Händen haben
die Mitglieder des dänischen Vereins „Hjortspringbaden“
ihr Boot originalgetreu von 1993 bis 1998 nachgebaut.
Das Besondere am Boot ist die Bauart: Der Rumpf besteht aus fünf
Planken, die vernäht wurden. Allein die Suche nach dem passenden
Lindenholz dauerte zwei Jahre.
Im
Mai 1999 gelangte der Nachbau erstmals ins Wasser und wurde in den Jahren
1999 bis 2001 ausprobiert. 1991 gründete sich die Gruppe Hjortspringbaden
Laug. Unter den Mitgliedern sind Ingenieure, Lehrer, und Landwirte. Mit
selbstgeschmiedetem Werkzeug nach Original keltischen Vorbildern wurde
das Boot in 10. 000 Arbeitsstunden neu erschaffen.
Das Original Boot stammt aus der
Zeit Alexander des Großen, es entstand in der Nähe Hamburgs.
Es ist 700 Jahre älter als das Nydam-Schiff und 1200 Jahre älter
als das erste Wikingerschiff.
Als Kriegsschiff fuhr das Hjortspring-Boot
über die Elbe zur Nordsee und durch die Eider und Treene, man nutzte
wie die Wikinger die enge Landstrecke bis zur Schlei. Von dort aus gelangte
es auf einem Kriegszug nach Alsen. Der Kampf wurde verloren und das Boot
als Beuteopfer, - ähnlich wie das Nydam-Schiff, im Moor versenkt.
1921 entdeckte man es im Hjortspringmoor und ließ es ausgraben.
Seitdem befindet es sich im Nationalmuseum Kopenhagen.
Mit diesem Aktionstag, ist es dem Landesmuseum wieder einmal gelungen,
den Besuchern die experimentelle Archäologie näher zu bringen.
Kai
Labrenz
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