Hanna Schygulla: Für einen Film von Paris in den Norden
Ein Hauch von Hollywood in Schleswig

 

Schleswig: Ungewöhnlich-, die Schleswiger Fachklinik Am Damm war Filmkulisse für einen 90 Min. Kinofilm.
Am Freitag den 16. April traf eine 30-köpfige Filmcrew von der Kölner Discofilm- Produktion in Schleswig ein, um eine Schlussszene für den Kinofilm „Die blaue Grenze“ zu drehen.
Der Film ist eine Koproduktion mit dem NDR und ARTE.
Zwei Minuten Sendezeit - Innenaufnahmen- entstanden an diesem Tag in der Schleswiger Fachklinik.
Die mystisch angehauchte Tragigkomödie erzählt kleine, feine Geschichten über die Liebe und den Tod, ineinander verwoben auf eine leichte und sehr humorvolle Weise.

Das Drehbuch zu „Die blaue Grenze“ schrieb der Flensburger Till Franzen, der auch Regie führte. Er konnte die Schauspielerin Hanna Schygulla für diesen Kinofilm begeistern. Sie selbst hatte nach fast zehnjähriger Filmpause wieder Lust bekommen, in einem Film mitzuspielen. Wie sie auf der Pressekonferenz gestand, habe sie immer unter den Kameramännern gelitten, die „mich schlecht fotografierten“.
Heute ist es ihr egal geworden, sagt sie und wieder hört man das Klicken der Fotoapparate.

An ihrer Seite agiert der bekannte Schauspieler Domique Horwitz, der den dänischen Polizisten Poulsen spielt. Auch Domique Horwitz freut sich auf den Dreh im Norden, spielte er doch vor 15 Jahren an der Seite von Georg Thomalla und Harald Leipnitz in der NDR- Serie „Der Tüftler“ mit, die auf Gut Ohrfeld bei Gelting aufgenommen wurde.
Neun Jahre habe er ein Haus in der Nähe von Süderbrarup besessen, erzählte er uns, und seine Besuche auf dem Brarupmarkt seien ihm stark in Erinnerung geblieben.

Ein weiterer Hauptdarsteller ist der Kölner Antoine Monot Jr.. Bekannt wurde er durch die Telekom-Werbung. Wie es heute üblich ist, bekam er per E-Mail von Till Franzen das Drehbuch und war sofort von der Rolle des „Landeis“ Momme begeistert.
Nach dem Tod seines Vaters sucht Momme in Flensburg seinen Großvater auf, um ihm die traurige Nachricht mitzuteilen. Ganz nebenbei trifft er hier die Liebe seines Lebens, die Dänin Lene, dargestellt von der Kopenhagener Schauspielerin Beate Karoline Bille. Doch ein dunkles Geheimnis scheint sich als ein großes Hindernis vor diese Liebe zu stellen.

Vom Drehbuch zu diesem Kinofilm war die Gesellschaft zur Förderung audiovisueller Werke in Schleswig Holstein (MSH) begeistert und unterstützte das Projekt mit ihren Moöglichkeiten.
Die Produzenten Arne Ludwig und Felix Blum wurden von der Schleswiger Fachklinik mit offenen Armen aufgenommen. „Der Fachklinik gilt ein besonderer Dank, dass wir hier drehen durften!“ so Ludwig. Hauptdrehort ist die Heimatstadt von Till Franzen, Flensburg. Zur Berlinale 2005 soll der Film in die Kinos kommen und 2006 im Fernsehen zu sehen sein.

Regisseur Till Franzen mit Schauspieler Beate Karoline Bille und Antoine Monot Jr.
 

  Für einen Drehtag in Schleswig: Dominique Horwitz, Hanna Schygulla, Traute Hoess, Antoine Monot Jr., Uwe Rohde, Beate Karoline Bille und Regisseur Till Franzen. .





Text/ Fotos: Kai Labrenz

 

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