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Feriengäste
vergaben gute Noten
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Ferienregion
Schleswig - Flensburg: Feriengäste vergaben gute Noten. Spitze
bei der Gastfreundlichkeit und der Ausstattung der QuartiereDie im vergangenen Jahr erfolgte landesweite Gästebefragung sollte nach den Worten der Initiatoren Kai Ziesemer und Ulf Sonntag vom Kieler Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) spezielle Erkenntnisse in der „Weißen Industrie“ der beteiligten Orte und Regionen verfügbar machen sowie für deren „bewusste Weiterentwicklung“ sorgen. Seit dem 19. Februar liegen nun die Ergebnisse der Auswertung vor. Aus dem Kreis Schleswig-Flensburg gibt es nach den Worten von Bernd Blohm vom Regionalmanagement Tourismus bei der WiREG in Flensburg ein repräsentatives Resultat, das sich auf 370 befragte Personen stützt und damit eine Rücklauf-Quote von 11 Prozent erreichte. Woher
kommen die Urlauber? 32 Prozent stammen aus Nordrhein-Westfalen, 24 Prozent
aus S-H, Niedersachsen, Hamburg und Bremen, 16 Prozent aus Berlin und den
neuen Bundesländern und je 14 Prozent aus Rheinland-Pfalz-Hessen-Saarland
sowie aus Bayern und Baden-Württemberg. Trend: Der NRW-Anteil sinkt.47 Prozent der Gäste gehörten der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen an, gefolgt von den über 60-Jährigen (31 Prozent). 92
Prozent gaben an, einen „normalen Urlaub“ hierzulande verbringen
zu wollen, 84 Prozent bezeichneten ihn als „Erholungsurlaub“.
Die Natur lockte mit 28 Prozent der Befragten am meisten, während die
Gesundheit (5 Prozent) und die Wellness (1 Prozent) so gut wie keine Rolle
spielen.Das gute Klima und die Luftqualität sind bei 64 Prozent der Urlauber ein starker Anreiz, nach Schleswig-Flensburg zu kommen. Fast jeder zweite (48 Prozent) schätzt die hohe Qualität der Unterkünfte – ein absoluter Spitzenwert im Lande zwischen den Meeren. Strand und Meer ziehen 38 Prozent in unsere Region. 39
Prozent der Gäste gaben an, auf ihr Feriendomizil durch die so genannte
„Flüsterpropaganda“ von Bekannten, Freunden und Verwandten
aufmerksam geworden zu sein, aber nur jeder Fünfte ließ sich
durch Zeitschriften oder Reiseliteratur inspirieren. Die realen Buchungen
erfolgten zu 29 Prozent über das Internet, gefolgt von 26 Prozent durch
Ortsprospekte und 24 Prozent durch Hausprospekte. 96 Prozent der Urlauber
rückten in Begleitung Erwachsener an, 40 Prozent mit Kindern. Am
jeweiligen Urlaubsort nutzten 85 Prozent die Ausflugsmöglichkeiten,
69 Prozent die örtlichen Veranstaltungen. Ein wirtschaftlich wichtiger
Aspekt: 41 Euro pro Tag und Person gaben die Feriengäste zwischen der
Schlei und der Flensburger Förde aus, in anderen Seebädern im
Süden zückten sie fast das Doppelte aus ihren Portemonnaies.Im Folgenden durften die Befragten regelrechte Schulnoten verteilen. Was die Zufriedenheit über die touristischen Angebote betrifft, so kam der Kreis SL-FL auf die zweitbeste Zwischenzensur: 1,9. Die Touristen-Büros erhielten eine 2,3. Nachholbedarf scheint es im Bereich der Veranstaltungen im Ort zu geben. Da hält die hiesige Region mit 3,4 die Rote Laterne in der Hand. Erfreulich jedoch dies: Mit der Durchschnittsnote 1,7 ist der Kreis bei der Ausstattung der Unterkünfte klarer Spitzenreiter. Stolzer Tabellenführer ist SL-FL außerdem bei der Gastfreundlichkeit mit Note 1,4. Das Preis-Leistungsverhältnis bei der Gastronomie wurde mit 2,6 beurteilt. 54
Prozent der Befragten sind Stammgäste in der Region, 41 Prozent ständige
Gäste im Ort. Neun von zehn Urlaubern wollen auch in den nächsten
drei Jahren wiederkommen. Bezogen auf ganz Schleswig-Holstein kommt das
Institut zu der Erkenntnis, dass es einige Schwachstellen auszumerzen gilt,
und zwar beim Öffentlichen Personennahverkehr, bei Veranstaltungsprogrammen,
Kulturangeboten und Erlebniseinkäufen. Verbesserungswürdig sind
spezielle Angebote für Kinder. Die NIT-Experten stellen fest: „Die
Gästebefragung löst weder aktuelle Probleme noch zukünftige
Herausforderungen im Tourismus. Sie liefert aber Wissen, das für deren
Bewältigung erforderlich ist.“ Text: H-J. Köhler Fotos: B. Steinke
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